Insekten:  Käfer und Schnabelkerfen (Wanzen, Zikaden und Pflanzenläuse)

Startseite

Allgemeines und Wissenswertes über Käfer und Schnabelkerfen findet ihr am unteren Tabellenende
 (hier klicken)

Nr. Tiername Beschreibung Identifikation (z.B. Bild)
und Name, 
Wohnort des
Bestimmers
"Fund"-Ort  "Fund"
-Datum
Entdecker
308 Lederwanze (Larve)

Es könnte sich um die Larve der Rhomben- bzw. Rautenwanze Syromastes rhombeus handeln (leider ist die Fotoqualität für eine genauere Bestimmung nicht ausreichend) aus der Wanzenfamilie der Rand- bzw. Lederwanzen (Coreidae).

u308.jpg (55503 Byte)
PerM
Wald und Wiese
Knittelsheim
11.07.2008 Kindergarten
307 Streifenwanze Graphosoma lineata

Die Streifenwanze ist etwas über 1 cm lang und hat sechs Längsstreifen. Die auffällige Färbung soll Fressfeinde abschrecken. Die Larven sind schon ähnlich gestreift, jedoch noch nicht rot gefärbt. Sie werden nach dem Schlüpfen noch eine Weile von der Mutter bewacht. Bei uns oft zahlreich auf den Dolden des einheimischen Bärenklaus.

u307.jpg (59989 Byte)
PerM
Wald und Wiese
Knittelsheim
11.07.2008 Kindergarten
306
Baumwanze Palomena prasina

Hier handelt es sich um die sogenannte „Grüne Stinkwanze“ (Palomena prasina), welche auch „Grüne Baumwanze“ oder gelegentlich „Faule Grete“ genannt wird.

u306.jpg (61615 Byte)
PerM
Wald und Wiese
Knittelsheim
11.07.2008 Kindergarten
263 Rotgelber Weichkäfer Rhagonycha fulva (links unter der Biene)

Die Vertreter dieser Käferfamilie (Cantharidae) haben allesamt ein relativ „weiches“ Außenskelett (Chitinpanzer). Sowohl die Larven als auch die Käfer der hier abgebildeten Art leben räuberisch und gelten als „nützlich“. 

u263.jpg (57782 Byte)
ReiK
Wald und Wiese
Knittelsheim
11.07.2008 Kindergarten
254 Scharlachroter Feuerkäfer (Larve)
Pyrochroa coccinea

Die Familie der Feuerkäfer (Pyrochroidae) ist bei uns nur mit drei Arten vertreten. Hier handelt es sich sehr wahrscheinlich um den etwas häufigeren Scharlachroten Feuerkäfer. Die sehr flach gebauten Larven leben und ernähren sich von Insektenlarven (auch von eigenen Artgenossen) unter loser Rinde.

u254.jpg (41278 Byte)
PerM
Wald und Wiese
Knittelsheim
11.07.2008 Kindergarten
253 Weichwanze Leptopterna dolabrata

Leptopterna dolabrata zählt zu den sogenannten Graswanzen (Familie Miridae). Sowohl die Larven als auch die erwachsenen Tiere saugen an Gräsern. Hier wurde ein weibliches Tier mit verkürzten Flügeln fotografiert. Die Männchen der Art sind oft kräftig orange gefärbt.

u253.jpg (43695 Byte)
SimH
Wald und Wiese
Knittelsheim
11.07.2008 Kindergarten
252 Rotgelber Weichkäfer Rhagonycha fulva  Text: s. Bild 263 u252.jpg (35910 Byte)
ReiK
Wald und Wiese
Knittelsheim
11.07.2008 Kindergarten
251 Rotgelber Weichkäfer Rhagonycha fulva  Text: s. Bild 263 u251.jpg (39558 Byte)
ReiK
Wald und Wiese
Knittelsheim
11.07.2008 Kindergarten
250 Echter Schenkelkäfer
Oedemera podagrariae (Männchen)

Die ca. 1 cm großen Schenkelkäfer gehören in die Familie der Scheinböcke (Oedemeridae), welche wegen ihrer Ähnlichkeit oft für Bockkäfer (Cerambycidae) gehalten werden. Die meisten Männchen der Gattung Oedemera sind an den deutlich verdickten Hinterschenkeln gut von den Weibchen zu unterscheiden.

u250.jpg (43941 Byte)
ReiK
Wald und Wiese
Knittelsheim
11.07.2008 Kindergarten
249b Grüner Scheinbockkäfer Oedemera nobilis (Weibchen)

Text: s. Bild 250 Hier sind die schlanken (nicht verdickten) Hinterschenkel gut zu erkennen.

u249b.jpg (53067 Byte)
ReiK
Wald und Wiese
Knittelsheim
11.07.2008 Kindergarten
249 Grüner Scheinbockkäfer Oedemera nobilis (Weibchen)

Text: s. Bilder 249b, 250 Dieses Weibchen hat einen stark geschwollenen Hinterleib. Möglicherweise ist es krank oder kurz vor der Eibalage.

u249.jpg (67866 Byte)
ReiK
Wald und Wiese
Knittelsheim
11.07.2008 Kindergarten
248 Scheinbockkäfer
Oedemera spec. 

Text: s. Bilder 249b, 250 Hier kommen zwei häufige Arten aus der näheren Verwandtschaft des Grünlichen Scheinbockkäfers (Oedemera lurida) in Betracht, die nach diesem Foto nicht bestimmbar sind. 

u248.jpg (48879 Byte)
ReiK
Wald und Wiese
Knittelsheim
11.07.2008 Kindergarten
247 Eichen-
Zangenbock
Rhagium sycophanta

Allgem. Text: S. Bild 242In Mitteleuropa ist die Gattung Rhagium, ebenso wie in Rheinland-Pfalz, mit vier Arten vertreten, von denen drei äußerlich sehr ähnlich sind. Darunter auch die hier abgebildete durchschnittlich größte Art, deren Larve sich nur unter der Rinde von Laubbäumen, und hier besonders der Eiche entwickelt.

u247.jpg (91931 Byte)
PerM
Wald und Wiese
Knittelsheim
11.07.2008 Kindergarten
246 Waldmistkäfer
Anoplotrupes stercorosus

Die Mistkäfer wurden lange Zeit in einer Familie mit den Maikäfern (Scarabaeidae) geführt. Inzwischen sind die weltweit ca. 500 Arten in einer eigenen Familie (Geotrupidae) zusammengefasst. Wovon elf in Deutschland  vorkommen. Darunter auch der bei uns in allen Wäldern häufige Schwarzblaue Waldmistkäfer. Sie ernähren sich bevorzugt (aber nicht nur) von Kot. Daraus fertigen die Weibchen sogenannte Brutpillen, welche sie zusammen mit einem Ei als Futtervorrat für die engerlingartigen Larven in unterirdischen Kammern ablegen. 

u246.jpg (70842 Byte)
ReiK
Wald und Wiese
Knittelsheim
11.07.2008 Kindergarten
245 Getreidehähnchen
Oulema spec. 

Die sieben Arten der Getreidehähnchen gehören in die große Familie der Blattkäfer (Chrysomelidae). Das hier gezeigte Exemplar lässt sich äußerlich nicht zwischen Oulema melanopus und duftschmidi unterscheiden. Hier könnte nur nur eine Untersuchung des männlichen Genitalapparates weiterhelfen. 

u245.jpg (38291 Byte)
ReiK
Wald und Wiese
Knittelsheim
11.07.2008 Kindergarten
244
Rotdeckenkäfer
Dictyopterus spec.

Hier handelt es sich um einen Vertreter aus der Familie der Rotdeckenkäfer (Lycidae). Weltweit kennt man inzwischen etwa 3500 Arten, wovon in Deutschland aber nur sieben bekannt sind. Sie entwickeln sich in morschem Holz. Leider ist auf dem Bild weder die Gattung noch die Art sicher zu identifizieren. Vermutlich handelt es sich aber um die etwas häufigere Art Dictyopterus aurora.

u244.jpg (53828 Byte)
ReiK
Wald und Wiese
Knittelsheim
11.07.2008 Kindergarten
242 Scheibenbock
Ropalopus spec.

Fast alle Arten Aus der Käferfamilie der Bockkäfer (Cerambycidae) haben auffällig lange Fühler, vergleichbar z.B. mit einem Steinbock. Das Bild zeigt vermutlich den Mattschwarzen Scheibenbock (Ropalopus femoratus). Das ist noch die häufigste unter den fünf mittleuropäischen Ropalopus-Arten (davon 4 in Rheinland-Pfalz) und die einzige in der Pfalz. Nur wenige Käferexperten haben diese Art schon lebend gesehen! Herzlichen Glückwunsch an die Finder und  Fotografen aus dem Kindergarten!!! 

u242.jpg (70105 Byte)
ReiK
Wald und Wiese
Knittelsheim
11.07.2008 Kindergarten
241 Schwarzkäfer
Nalassus laevioctostriatus

Der Familienname Schwarz- bzw. Dunkelkäfer (Tenebrionidae) kommt vermutlich daher, dass die größten und auffälligsten Vertreter reinschwarz gefärbt sind. Diesselben Arten bevorzugen aber auch recht lichtarme Biotope. Die hier abgebildetete Art lebt unter loser Rinde und nicht auf Blättern. Lässt sich dort aber besser fotografieren. 

u241.jpg (62578 Byte)
ReiK
Wald und Wiese
Knittelsheim
11.07.2008 Kindergarten
240 Schwarzer Schmalbock Stenurella nigra

Allgem. Text.: S. Bild 242 Der Schwarze Schmalbock ist in ganz Rheinland-Pfalz verbreitet. Besonders wohl fühlt er sich auf blütenreichen Wiesen mit verschiedenen alten Laubholzsorten, wo er sich auch gerne mit der Arterhaltung beschäftigt und sich dabei nicht durch’s Fotografieren stören lässt.

u240.jpg (48699 Byte)
PerM
Wald und Wiese
Knittelsheim
11.07.2008 Kindergarten
239
(43)
Schwarzkäfer
Uloma rufa oder culinaris

Allgem. Text: S.Bild 241 Hier kommen zwei Arten in Frage. Beide leben unter loser Rinde oder morschem Holz.. Uloma rufa fast ausschließlich an Nadelhölzern und culinaris (Roter Schwarzkäfer) zusätzlich noch in Laubholz. 

u239.jpg (83142 Byte)
ReiK
Wald und Wiese
Knittelsheim
11.07.2008 Kindergarten
238 Schnellkäfer
Dicronychus spec.

Hier handelt es sich um eine Schnellkäferart. Diese Käferfamilie (Elateridae) verdankt ihren Namen einem „Schnappmechanismus“ auf der Unterseite. Auf dem Rücken liegend können sie damit hochschnellen und so wieder auf die Beine kommen. Leider lässt sich nach dieser Aufnahme nur vermuten, dass es sich hier um einen Vertreter der Gattung Dicronychus handelt.

u238.jpg (41701 Byte)
ReiK
Wald und Wiese
Knittelsheim
11.07.2008 Kindergarten
237 Bunter Schnellläufer
Diachromus germanus

Die Familie der Laufkäfer (Carabidae) umfasst in Deutschland ca. 550 Arten, 360 davon in Rheinland-Pfalz. Die überwiegende Zahl sind mehr oder weniger gute „Flieger“ und die meisten leben räuberisch. Der Familienname bezieht sich auf die auffälligen Großlaufkäfer in welcher der Lederlaufkäfer (Carabus coriaceus) bei uns über 4 cm messen kann. Der hier abgebildete Bunte Schnellläufer (oder Blauhals Schnellläufer)gehört mit knapp einem Zentimeter zu den mittelgroßen und zu den wenigen Grassamen fressenden Arten (s. Bild) unter den Laufkäfern.

u237.jpg (41339 Byte)
PerM
Wald und Wiese
Knittelsheim
11.07.2008 Kindergarten
231 Eichen-
Zangenbock
Rhagium sycophanta
Text.: s. Bild 247 u231.jpg (47137 Byte)
ReiK
Wald und Wiese
Knittelsheim
11.07.2008 Kindergarten
230 Baumwanze Carpocoris purpureipennis

Obwohl Carpocoris purpureipennis zu den Baumwanzen (Familie Pentatomidae) gehört, ist sie fast ausschließlich in der Krautschicht anzutreffen, zumeist an sonnenexponierten Stellen und auch in Ruderalflächen.

u230.jpg (57071 Byte)
SimH
Wald und Wiese
Knittelsheim
11.07.2008 Kindergarten
224 Weichwanze Deraeocoris ruber

Die Weichwanzenart Deraeocoris ruber (Familie Miridae) kann in verschiedenen Farbvarianten auftreten. Sie ist bei uns recht häufig und, da sie gerne Blattläuse frisst, ist sie in Gärten und im Obstanbau ein hilfreicher Nützling.

u225.jpg (45311 Byte)
SimH
Wald und Wiesen 11.07.2008 Kindergarten
203
Blattkäfer
Familie Chrysomelidae

Diese Familie ist so artenreich, dass es hier nicht einmal möglich ist die Gattung sicher festzustellen. So bleibt nur die Möglichkeit zu raten. Vielleicht handelt es sich hier um einen (von mehreren) blauen/blauvioletten Vertreter der Gattung Chrysomela oder den Erlenblattkäfer Agelastica alni.


PerM
Hauptstr. 1a 12.09.2008 Frederic Christmann
200 Baumwanze Pentatoma rufipes

Mit ca. 1,5 cm Körperlänge ist Pentatoma rufipes (Familie Pentatomidae) eine recht imposante Erscheinung. Die Art ist häufig und lebt auf verschiedenen Baumarten.


SimH
Sportplatz 27.09.2008 Frederic Christmann
199 Baumwanze Rhaphigaster nebulosa

Die große, überwiegend grau-weiß gefärbte Rhaphigaster nebulosa (Familie Pentatomidae) lebt auf verschiedenen Baum- und Straucharten. Zum Überwintern kommen die völlig harmlosen Tiere gerne in Häuser.


SimH
Hauptstr. 1a 27.09.2008 Frederic Christmann
90 Verpäteteter Maikäfer, Anoxia villosa

Der deutsche Name weist treffend daraufhin, dass die Art deutlich später als die eigentlichen Maikäfer auftreten und das Tier einem echten Maikäfer (Gattung Melolontha) recht ähnlich sieht. Die abgebildete Art gehört in die Gattung Anoxia und kommt in Deutschland fast ausschließlich in den warmen Sandgebieten der Oberrheinischen Tiefebene vor. Bei uns (Südpfalz) kamen früher (bis Anfang der 1950er 
Jahre) regelmäßig und oft kalamitätenhaft die beiden typischen Maikäfer ((Wald- und Feldmaikäfer) vor.  Nicht nur die Waldmaikäfer fielen in den Bekämpfungsaktionen der 50er dem DDT zum Opfer und erholten sich erst wieder 40 Jahre später. Die Feldmaikäfer gingen durch die Intensivlandwirtschaft deutlich zurück und sind bis heute stellenweise noch immer sehr selten. 

Mai640x480.jpg (49522 Byte)
PerM
Ottostr. 29 10.07.2008 Naomi Bernatz
89 Julikäfer, Amphimallon solstitiale

Die Namen Juni- und Julikäfer werden regional sehr unterschiedlichen Arten zugeordnet. Das Bild zeigt ganz sicher die Art Amphimallon solstitiale, die (bei uns) meist – aber nicht nur - im Juli auftauchen Daher passt hier besser "Julikäfer". Sie schwärmen in der Dämmerung (ab 21 Uhr) oft massenhaft über Rasenflächen, in denen sich die Larven (sehr ähnlich den Maikäfer-Engerlingen) entwickeln.Text zur Käferfamilie s. Bild 55.

Juni640x480.jpg (47406 Byte)
PerM
Ottostr. 29 10.07.2008 Naomi Bernatz
80 Balkenschröter
Dorcus parallelepipedus

Der Balkenschröter ist häufigste von sieben einheimischen Hirschkäferarten. Der Name Hirschkäfer wird bei uns sowohl für den größten europäischen Käfer (s. Bild 56), als auch für die Käferfamilie (Lucanidae) verwendet.

IMG_5598_640x426.jpg (40599 Byte)
PerM
Waldlehrpfad 17.06.2008 Klasse 4a
GS Ottersheim
73 Spitzkäfer, Mordellidae Variimorda villosa 

Die Käfer werden 0,5 bis 20 Millimeter lang und besitzen einen harten (chitinisierten), plumpen, meist flachgewölbten und zylindrischen Körper. Sie sind oft glänzend und schwarz gefärbt. Der Name Variimorda villosa bezieht sich auf die Art im oberen Bild. Die beiden Käfer im unteren Bild gehören auch in die Familie der Spitzkäfer (= Mordellidae) Vmtl. handelt es sich aber um eine oder gar zwei andere Arten!

IMG_5624_640x426.jpg (29798 Byte) Waldlehrpfad 17.06.2008 Klasse 4a
GS Ottersheim
0073b.jpg (42797 Byte)
PerM
Wiese
Knittelsheim
11.07.2008 Kindergarten
70 Asiatischer Marienkäfer (Larve), Harmonia axyridis

Der Asiatische Marienkäfer (Harmonia axyridis) ist ein Käfer aus der Familie der Marienkäfer (Coccinellidae). Er wird auch als Vielfarbiger Marienkäfer oder Harlekin-Marienkäfer bezeichnet. Ursprünglich kommt die Art aus Japan und China und wurde Ende des 20. Jahrhunderts zunächst in die USA und dann auch nach Europa zur biologischen Schädlingsbekämpfung eingeführt. Inzwischen tritt er an vielen Stellen massenhaft verwildert auf und man befürchtet, dass er einheimische Marienkäfer-Arten und auch andere Arten verdrängt. Er kann Hausbesitzern sehr lästig werden, da er im Herbst große Schwärme bildet, die in Häusern überwintern.

IMG_5581_640x426.jpg (45829 Byte)
PerM
Waldlehrpfad 17.06.2008 Klasse 4a
GS Ottersheim
63 Weichwanze Deraeocoris ruber Text: S. Bild 224 IMG_5563_640x426.jpg (35974 Byte)
SimH
Waldlehrpfad 17.06.2008 Klasse 4a
GS Ottersheim
62 Weichwanze Stenotus binotatus

Diese Weichwanzenart gehört bei uns zu den häufigsten Arten aus dieser Familie (Miridae). Das Foto zeigt ein Weibchen der an verschiedensten Gräsern lebenden Art. Die Männchen sind orange-schwarz gezeichnet.

IMG_5561_640x426.jpg (22092 Byte)
SimH
Waldlehrpfad 17.06.2008 Klasse 4a
GS Ottersheim
60 Feuerwanze, Pyrrhocoris apterus

Die weltweit ca. 400 Feuerwanzen werden in der Wanzen in einer eigenen Familie zusammengefasst. Von nur fünf europäischen Arten finden sich auch zwei in Mitteleuropa. Die Feuerwanzen (im Volksmund oft als „Feuerkäfer“ oder "Franzosenkäfer" bezeichnet) finden sich bei uns meist in rieisger Anzahl in der Nähe von Linden und verwandten Gewächsen (z.B.: Stockrosen). Übrigens sind sie vollkommen harmlos!

IMG_5558_640x426.jpg (69934 Byte)

feuer_600x480.jpg (81161 Byte)
PerM

Waldlehrpfad 17.06.2008 Klasse 4a
GS Ottersheim
Hauptstr.1a,
Eisweiher
20.04.2008 und 26.04.2008 Frederic Christmann,
Julian Fremgen
56 Hirschkäfer
Lucanus cervus
Die Männchen des Hirschkäfers messen bei uns (einschließlich der riesigen Oberkiefer) gelegentlich fast 8 cm (Weibchen maximal 4 cm). Damit sind sie die größten europäischen Käfer. Sie haben beide eine schwarzbraune Grundfärbung. Besonders auffällig an dem männlichen Tier ist natürlich sein "Geweih", das ihm und der ganzen Käferfamilie (Lucanidae; Text: S. a. Bild 80) den Namen Hirschkäfer eingebracht hat. Dabei handelt es sich um die massiv vergrößerten Oberkiefer (Mandibeln), die bei besonders großen Exemplaren fast die halbe Länge ausmachen.

DSCF5419_640x427.jpg (78720 Byte)
StaJ

Hauptstr. 45 27.06.2008 Johanna Stadel
55 Walker bzw. Türkischer Maikäfer = Polyphylla fullor Von den Blatthornkäfern (Scarabaeidae) kennt man bisher weltweit ca. 20.000 Arten. Ihre im Boden (auch Kompost und morschen Hölzern) lebenden Larven sind typische „Engerlinge“. In Mitteleuropa sind sie mit 40 Gattungen und ca. 200 Arten vertreten. Die Bezeichnung Blatthornkäfer kommt von der einseitig erweiterten (an die Blätter eines Fächers erinnernde) Fühlerkeule der Männchen. Das hier abgebildete Walker-Männchen wird bis zu 40 Millimeter lang und ist der größte europäische „Maikäfer“. Der völlig harmlose Käfer erzeugt bei Gefahr durch „Walken“ seiner Flügeldecken Töne, die sich anhören wie ein „Fauchen“. Die Eiablage erfolgt in reinen Sandböden, wo die Larven an diversen Wurzeln fressen. Meist in der Nähe von Kiefern, von deren Nadeln sich die Käfer ernähren.  kaefer_640x480.jpg (88977 Byte)
PerM
Wiesenweg 10 15.06.2008 Familie Alter
43 Schwarzkäfer
Uloma rufa oder culinaris
Text: s. Bild 241 Kaf7_640x360.jpg (52827 Byte)
ReiK
Wiesenweg 6 20.04.2008 Frederic Christmann
41 Wollhaarkäfer
Dasytes spec.

Hier ist ein Vertreter aus der Familie Wollhaarkäfer (Dasytidae) und der Gattung Dasytes abgebildet, deren Larven räubersich in morschem Holz leben. Das Bild zeigt vermutlich Dasytes cyaneus, dessen Larven die Jagd in Buchenholz bevorzugen und sich dort verpuppen. Im Frühjahr (wie hier im April) erscheinen dann die neuen Käfer.

Kaf5_640x360.jpg (62561 Byte)
ReiK
Wiesenweg 6 20.04.2008 Frederic Christmann
40
(241)
Schwarzkäfer
Nalassus laevioctostriatus
allgem. Text: s. Bild 241 kaf4_640x360.jpg (62301 Byte)
ReiK
Wiesenweg 6 20.04.2008 Frederic Christmann
39 Schnellkäfer Ampedus spec

Die Familie der Schnellkäfer (Elateridae) umfasst weltweit ca. 7.000 bekannten Arten. Sie verdanken ihren Namen der Fähigkeit, sich durch das Zurückschnellen ihres Kopfes selbst in die Luft zu katapultieren. Hier handelt es sich um einen Vertreter aus der Gattung Ampedus, vmtl. um Ampedus pomorum.

kaf3_640x360.jpg (73467 Byte)
NieM
Wiesenweg 6 20.04.2008 Frederic Christmann
37 Großer Mausgrauer Sandschnellkäfer

Der Mausgraue Schnellkäfer (Agrypnus murinus) gehört ebenfalls zur Familie der Schnellkäfer 
(Text s. Bild 39). 

kaf1_640x360.jpg (112331 Byte)
PerM
Wiesenweg 6 20.04.2008 Frederic Christmann
28 Bodenwanze Raglius alboacuminatus

Bodenwanzen oder Langwanzen (Familie Lygaeidae) sind eine Familie der Wanzen (Heteroptera). Sie kommen weltweit vor, wobei mittlerweile über 4.000 Arten entdeckt wurden. In Europa sind sie mit über 400 Arten und Unterarten vertreten, wobei ca. 140 davon in Mitteleuropa vorkommen. Das Foto zeigt Raglius alboacuminatus. Die Art lebt gerne auf trockenem kalkhaltigem Boden und wird auch oft unter den Blattrosetten von Lippenblütlern angetroffen.

ameise_640x360.jpg (26526 Byte)
SimH
Wiesenweg 6 20.04.2008 Frederic Christmann
23 Glasflügelwanze Stictopleurus spec.

Das abgebildete Tier ist die Larve einer Glasflügelwanze der Gattung Stictopleurus aus der Familie Rhopalidae. Die erwachsenen Tiere haben zwischen den Adern ihrer Flügel durchsichtige Stellen, was der Wanzenfamilie ihren deutschen Namen eingebracht hat. Die Gattung Stictopleurus ist in Deutschland mit vier Arten vertreten.

u023.jpg (44251 Byte)
SimH
Wald und Wiese
Knittelsheim
11.07.2008 Kindergarten
21 Siebenpunkt
Coccinella septempunctata

Der „Siebenpunkt“ hat auf jeder Flügeldecke drei Punkte und am Anfang der Flügeldeckennaht einen (für beide Flügeldecken) gemeinsamen Punkt (also sieben Punkte). Die Marienkäfer sind eine weltweit verbreitete Familie (meist) halbkugeliger, flugfähiger Käfer, deren Deckflügel bei vielen Arten eine unterschiedliche Anzahl von auffälligen Punkten aufweisen. Viele (aber nicht alle!) ernähren sich von Blatt- und Schildläusen. Nicht zuletzt deshalb sind die Marienkäfer vor allem bei Biogärtnern oder Biolandwirten recht beliebt und tragen die unterschiedlichsten Namen in der jeweiligen lokalen Umgangssprache. Einige Arten vertilgen allein während ihrer Larvenzeit bis zu 3.000 Pflanzenläuse oder Spinnmilben.

Marien2_600x480.jpg (71070 Byte)
PerM
Hauptstr.1a,
Eisweiher
20.04.2008 und 26.04.2008 Frederic Christmann,
Julian Fremgen
18 Nashornkäfer (Weibchen) Oryctes nasicornis

Als Käfer wird er nur selten gefunden. Seine Engerlinge jedoch finden sich gelegentlich sehr häufig in Komposthäufen (mit Holzanteilen) oder unter Laubholzrindenmulch, aber auch in nährstoffreichen Klärschlammablagerungen.
Text zur Familie: s. Bild 55 

Hirschkäfer_640x480.jpg (56420 Byte)
PerM
Knittelsheimer 
Mühle
18.05.2008 Familie Arnold
17 Rosenkäfer
Protaetia cupreus oder Cetonia aurata 

Hier handelt es sich um einen Rosenkäfer aus der Familie der Blatthornkäfer (Text s. Bild 55). Aufgrund der Umstände kommen hier nur die beiden genannten Arten in Frage. Das entscheidende Merkmal, um die beiden Gattungen (Protaetia und Cetonia) zu trennen, befindet sich auf der Unterseite. Aber auch ihre Larvenbiotope unterscheiden sich sehr deutlich. Während sich die Larven von P. cuprea im Erdreich um Ameisenhaufen im Wald entwickeln, findet man die Engerlinge von C. aurata auch in allerlei verrottenden Pflanzenmaterialien (z.B. Komposthäufen). Die ausgewachsenen Käfer (Blütenbesucher) gehören zu den gewandtesten Fliegern unter den Käfern.



Waldlehrpfad 17.06.2008 Franz-Josef Werner 
0017b.jpg (63621 Byte)
ReiK
Wald und Feld
Knittelsheim
11.07.2008 Kindergarten
15c Asiatischer Marienkäfer (Larven)
Harmonia axyridis 
 siehe 15a und 15b u232.jpg (49832 Byte)

u232b.jpg (59146 Byte)
PerM

Waldlehrpfad 17.06.2008 Klasse 4a
GS Ottersheim
Asiatischer Marienkäfer
Harmonia axyridis
0098.jpg (26413 Byte)
ReiK
Wiesenweg 6 29.07.2008 Frederic Christmann
15b Marienkäfer-
Puppe (vmtl.) von Harmonia axyridis, Harlekinkäfer

sehr gefräßige, vmtl. von holländischen Biogärtnern vor ca. 10 Jahren aus Asien eingeschleppte Art, die nicht nur Blattläuse sondern sogar Larven eigener Artgenossen frisst. Marienkäferspezialisten erwarten bei der massenhaften Vermehrung starke Schäden unter den einheimischen Marienkäferarten! Das Tier ist auch in Nordamerkia schon weit verbreitet!

IMG_5567_640x426.jpg (32896 Byte)
PerM
Waldlehrpfad 17.06.2008 Klasse 4a
GS Ottersheim
15a Asiatischer Marienkäfer Harmonia axyridis Die Marienkäfer sind eine weltweit verbreitete Familie halbkugeliger, flugfähiger Käfer, deren Deckflügel oft eine unterschiedliche Anzahl von auffälligen Punkten aufweisen. Viele Arten ernähren sich von Blatt- und Schildläusen.Die Marienkäfer sind bei der Bevölkerung beliebt und tragen die unterschiedlichsten Namen in der jeweiligen lokalen Umgangssprache. Die Beliebtheit begründet sich unter anderem darin, dass sie im Gartenbau und der Landwirtschaft nützlich sind, da sie allein in ihrer Larvenzeit je nach Art bis zu 3.000 Pflanzenläuse oder Spinnmilben fressen. Sie sind in ihrem Aussehen variabel, was ihre Bestimmung erschwert. Dieselbe Art kann in dutzenden Mustervarianten auftreten. Manche, wie etwa der Luzerne-Marienkäfer, erreichen sogar über 4.000 gezählte Varianten.  Marienkafer_640x480.jpg (50914 Byte)
PerM
Ottostr. 17.05.2008 Naomi Bernatz
6 Balkenschröter
Dorcus parallelepipedus

Text: S. Bild 80


Schwarzer Käfer_640x480.jpg (59208 Byte)
PerM
Pferdekoppel 04.04.2008 Naomi Bernatz
Käfer

Der wissenschaftliche Name (Coleoptera: coleos = Lederhülle, pteron = Flügel) dieser Insektenordnung bezieht sich auf die „lederartig anmutenden“ Flügeldecken, welche den Körper wie mit einer Hülle (wenigstens teilweise) umschließen. Von anderen Insektenordnungen unterscheiden sich die Käfer auch durch den mittleren Körperabschnitt. Dieser wird entsprechend seiner schildartigen Form nach dem Kopf als „Halsschild“ bezeichnet. Die Käfer sind mit über 350.000 bekannten Arten die größte Tierordnung. Ein wesentlicher Unterschied zu den Schnabelkerfen (s. u.) findet sich in der Entwicklung. Käfer machen (wie u. a. auch Schmetterlinge) eine vollkommene Entwicklung (Verwandlung) durch. D. h. aus dem Ei schlüpft eine Larve
(z. B. der Engerling des Maikäfers), die sich manchmal erst nach vielen Jahren in einem schützenden Hohlraum (Erdhöhle, hohlgefressene oder verklebte Pflanzenteile u. ä.) verpuppt und zum eigentlichen Käfer entwickelt. 

   Schnabelkerfen

Früher waren die Wanzen, Zikaden und Pflanzenläuse eigene Ordnungen innerhalb der Schnabelkerfen (Hemiptera), heutzutage werden als eine gemeinsame Insekten-Ordnung mit mehreren Unterordnungen aufgefasst. Allen gemeinsam ist die Ernährung mittels eines Saugrüssels, der auf der Unterseite des Kopfes oder im Bereich der Vorderhüften entspringt. Die Arten (auch innerhalb der drei Unterordnungen) unterscheiden sich oft sehr stark in Gestalt, Färbung und Lebensweise. Im Gegensatz zu den Käfern vollziehen die Schnabelkerfen eine unvollständige (hemimetabole) Entwicklung vom Ei über eine, dem fertigen Insekt vom ersten bis zum letzten Larvenstadium immer ähnlicher werdende Larve. Die letzte Häutung führt direkt (ohne Puppenstadium) zum Vollinsekt. 
Wanzen: Sie werden von Laien gerne mit Käfern einer „gemeinsamen Insektengruppe“ zugeordnet. Deshalb stellen wir diese beiden Ordnungen (Schnabelkerfen und Käfer) auf einer gemeinsamen Bildseite dar.

Wanzen

Von etwa 40.000 Arten finden sich in Europa 1000 und in Deutschland ungefähr 800. Sie haben, wie alle Insekten, drei Körperabschnitte: Kopf, Brust und Hinterleib. Alle Wanzen besitzen einen Saugrüssel (Rostrum), der sich (im Unterschied zu Zikaden und Pflanzenläusen) direkt auf der Unterseite des Kopfes befindet. Auf dem Kopf, im Bereich zwischen den (eigentlichen) Augen finden sich winzige Erhebungen, so genannte „Einzel- o. Nebenaugen“ (Ocellen), die bei manchen Familien fehlen können. Es gibt Pflanzensauger, etliche räuberisch lebenden Arten (Raubwanzen) und wenige Ektoparasiten (z.B.: Bettwanzen). Die Flügel der Wanzen (soweit sie ausgebildet sind) liegen flach auf dem Hinterleib auf. Bei den Zikaden hingegen bedecken sie den Hinterleib meist dachartig. 

Zikaden

Weltweit kennt man inzwischen ca. 40.000 Arten. Die Entwicklung ist bei den Zikaden (Auchenorrhyncha) extrem unterschiedlich. Manche benötigen nur ein bis zwei Wochen, andere Jahre. Den Rekord hält die nordamerikanische 17-Jahr-Zikade. Bei uns besonders auffällig (aber wegen ihrer Sprungfähigkeiten schwer zu fotografieren) die weitverbreitete „Gemeine Blutzikade“, welche vor kurzem zum Insekt des Jahres 2009 gekürt wurde! Dann muss  noch der „Kuckucksspeichel“ erwähnt werden. Hier muss man schon sehr genau hinsehen um zu erkennen, dass es sich  um die „Behausung“ eines Tierchens handelt, und zwar (meist) um die Larve der „Wiesen-Schaumzikade“! 

Pflanzen-
läuse

Von ca. 10.000 bekannten Pflanzenläusen (Sternorrhyncha = „Brustrüssler“) finden sich in Europa weit über 2500 Arten. Im Gegensatz zu den beiden vorhergehenden Unterordnungen entspringt der Saugrüssel nicht am Kopf sondern bei oder zwischen den Vorderhüften (daher der wissenschaftliche Name. Mittels dieses Rüssels ernähren sie sich von Pflanzensäften, wobei sie oft Viren verbreiten, die immer mal wieder große wirtschaftliche Schäden anrichten. Die Unterordnung wird neuerdings in fünf Familiengruppen gegliedert.
Blattläuse (Aphidoidea): Die bekannteste Gruppe mit über 800 mitteleuropäischen Arten.
Schildläuse (Coccoidea): Sowohl in der Land- und Forstwirtschaft, als auch bei den Zierpflanzen gehören die knapp 100 mitteleuropäischen Arten zu den am meisten gefürchteten Vertretern (z.B.: Deckelschild-, Napfschild-, Schmier- und Wollläuse), da ihre „Bekämpfung“ oftmals sehr aufwendig ist.
Blattflöhe (Psylloidea): Sie besitzen kräftig entwickelte Hinterbeine (Sprungbeine) und sind alle kleiner als 4 mm. In ihrer Form erinnern sie an kleine Zikaden, die sich springend fortbewegen. Die bekanntesten Vertreter bei uns sind der Birnen- und Apfelblattfloh. Sie sind auch als Birnen- bzw. Apfelsauger bekannt.
Mottenschildläuse (Aleyrodoidea): von den über 1100 Arten finden sich in Mitteleuropa nur 13. Die Tiere sind nur ein bis zwei Millimeter groß. Davon werden einige als Weiße Fliege bezeichnet. Am bekanntesten und besonders in Gärtnereien recht unbeliebt ist so genannte Gewächshaus-Weiße Fliege (Trialeurodes vaporariorum).
Zwergläuse (Phylloxeroidea): Hierzu gehört auch die aus Nordamerika eingeschleppte Reblaus (Dactylosphaera vitifolii).

nach oben

nach oben