|
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
| 1 | Meist 1 mm o; einzellig; im Wasser o. (sehr) feuchten bzw. nassen Medien (auch in Tieren und Pflanzen); nur unter dem Mikroskop erkennbar |
|
Urtiere, Protozóa | |
| 1* | Gewöhnlich größer als 1mm. Vielzeller; Gewebetiere, üblicherweise mit dem bloßen Auge gut als Tier erkennbar |
2 | ||
| 2 | Im Wasser lebende Tierstöcke von unsymmetrischer Gestalt | 3 | ||
| 2* | Symmetrisch gebaute Einzeltiere; Land- oder Wasserbewohner | 4 | ||
| 3 | Krustenförmig, höckerig od. geweihähnlich. Im
weichen Körper mit „Kieselnadeln“. Festsitzend |
Schwämme, Spóngiae | ||
| 3* | Einzeltiere der Stöcke mit bewimperten Fangarmen
(Tentakeln) auf kreis- oder hufeisenförmigen Trägern |
Kranzfühler, Tentaculáta | ||
| 3** | Mit unbewimperten Fangarmen; Einzeltiere schlauchförmig; mit Nesselkapseln | 4 | ||
| 4 | Körper strahlig-symmetrisch; enthält einen
einzigen Hohlraum, schlauchförmig. Wassertiere, bis 3 cm groß. Ohne feste Stützsubstanzen. Nur 2 Körperschichten. Mit Nesselkapseln |
Nesseltiere, Cnidária | ||
| 4* | Körper zweiseitig-symmetrisch; beseht aus mehr als 2 Schichten | 5 | ||
| 5 | Mit Innenskelett, dessen Hauptbestandteil die Wirbelsäule (Rückgrat) ist | Wirbeltiere, Vertebráta | ||
| 5* | Mit Außenskelett oder ganz ohne feste Teile | 6 | ||
| 6 | Körper ungegliedert oder geringelt; ohne Gliedmaßen, höchstens mit Borsten; äußere Körperwand ein Hautmuskelschlauch |
Würmer,Vermes | ||
| 6* | Körper ungegliedert, meist mit 1 oder 2
Kalkschalen; Körperwand weich, meist schleimig; ohne Gliedmaßen |
Weichtiere, Mollúsca | ||
| 6** | Körper ungleichmäßig gegliedert; mit hornartigem
(Chitin-) Außenskelett; mit gegliederten Gliedmaßen |
Gliederfüßer, Arthrópoda |
Als Beispiel wollen wir das Bild 223 aus 1200Jahre-1200Tiere betrachten. Vermutlich hat jeder eine
Ahnung wohin das Tier gehört und weiß auch, dass es deutlich größer ist als 1
mm!
A) Leitzahl 1 oder 1*:
Entscheide ob der Text hinter der Leitzahl 1 oder hinter 1*
zutrifft. Antwort: Das Tier ist relativ groß und
nicht nur aus einer mikroskopisch kleinen Zelle bestehend, so dass es nicht zum Stamm
der Urtiere gehören kann. Es ist deutlich größer und besteht aus mehreren Zellen (diverse Körperteile
usw.).
Folglich: wir entscheiden uns für 1*, und gelangen so zur Leitzahl 2
B) Leitzahl 2 oder 2*:
Es handelt sich eindeutig um ein „symmetrisch gebautes“ Tier, dementsprechend trifft hier
die Leitzahl 2*
zu und wir gelangen zur Leitzahl 4.
C) Leitzahl 3 oder 3*:
wird hier übersprungen, es geht bei Leitzahl 4
weiter.
D) Leitzahl 4 oder 4*:
Auch wenn hier die Beschreibung vielleicht im ersten Moment etwas unverständlich klingt,
so dürfte in diesem Fall aber der Hinweis „Wassertier“ eindeutig sein. Wer aber sagt, ich finde
solche Tierformen (s. Bild 223) immer wieder am und in der Nähe des Wassers, der kann sich in demselben
Buch mal ansehen wie Nesseltiere im Allgemeinen aussehen.
Und wird dann sofort sagen: 4*! Und weiter geht’s zu Leitzahl 5!
E) Leitzahl 5 oder 5*:
Nun müsste man das Tier „schlachten“ um festzustellen ob es ein Innenskelett (Knochen) und eine
Wirbelsäule hat oder nicht. Aber wer so ein Tier schon mal in der Hand hatte, der weiß, dass es zwar zart gebaut,
aber sein „Äußeres“ dennoch eine gewisse Festigkeit aufweist. Das kommt vom
so genannten Chitinpanzer, der auch
als Außenskelett bezeichnet wird. Und auf geht’s zur Leitzahl 6!
F) Leitzahl 6, 6* oder 6**:
Wer sich das Bild 223 aufmerksam ansieht, erkennt, dass das Tier deutlich „gegliedert“ ist:
Die Beine, der Leib (besonders der Hinterleib) bestehen aus mehreren Gliedern. Folglich kommen die Leitzahlen 6
und 6* nicht in Betracht. Es bleibt nur noch 6**! Und letztlich gelangen wir zum Tierstamm der
so genannten Gliederfüßer!
Und am Beispiel des „Riesen-Stammes“ der Gliederfüßer (Arthropoda) sollen die nachfolgenden Ausführungen
andeuten wie unvorstellbar umfangreich das gesamte „Tierreich“ ist. Zu diesem Zweck betrachten wir nur den
„Riesen-Stamm“ der Gliederfüßer und innerhalb dessen die „Riesen-Klasse“ der
Insekten. Der Stamm der
Gliederfüßer (Arthropoda) wird in o. g. Bestimmungsbuch in folgende Obergruppen und Tierklassen
unterteilt:
1. Klasse: Krebstiere, Crustacea2. Klasse: Wenigfüßer, Pauropoda (Obergruppe: Tausendfüßer,
Myriopoda)
3. Klasse: Zwergfüßer, Symphyla (Obergruppe: Tausendfüßer,
Myriopoda)
4. Klasse: Doppelfüßer, Diplopoda (Obergruppe: Tausendfüßer,
Myriopoda)
5. Klasse: Hundertfüßer, Chilopoda (Obergruppe: Tausendfüßer,
Myriopoda)
6. Klasse: Insekten, Hexapoda
7. Klasse: Spinnentiere, Arachnoídea (Ordnungen: Afterskorpione, Weberknechte, Webespinnen, Milben)
Insekten, Hexapoda Name: Insekten, früher auch Insecta (In = in oder ein, secta wie
Sektor = Abschnitt,
geteilte Insecta = in Abschnitte unterteilte Tiere) Hexapoda (Hexa = sechs, poda = Fuß, Füße
= Sechsfüßer)
An dieser (welt- und deutschlandweit) größten Tierklasse soll die allgemeine Klassifizierung der Tiere
beispielhaft erläutert werden (die Angaben erheben weder Anspruch auf Aktualität noch auf Vollständigkeit
und beziehen sich im Wesentlichen nur auf die deutsche Fauna).
Klasse: Insekten, Hexapoda
1. Unterklasse: Apterygota = Urinsekten.
Nur flügellose Arten, deren frisch geschlüpfte Jungtiere in der Gestalt bereits den ausgewachsenen Tieren gleichen.
Name: A = von, weg, nicht oder unter = Flügel; Apterygota lässt sich als = flügellose oder ungeflügelte
'Insektenklasse übersetzen.
1. Ordnung: Thysanura, Borstenschwänze (z.B.: Silberfischchen o.
Zuckergast)
2. Ordnung: Diplura, Doppelschwänze
3. Ordnung: Protura, Beintastler
4. Ordnung: Springschwänze, Collembola (5
Familien)
2. Unterklasse: Pterygota,
Fluginsekten
5. Ordnung: Ephemeróptera, Eintagsfliegen (11 Familien)
6. Ordnung: Odonata, Libellen, Wasserjungfern (7 Familien)
7. Ordnung: Plecóptera, Uferfliegen, Steinfliegen (7 Familien)
8. Oberord.: Orthoptera, Geradflügler
8a. Ordnung: Blattódea, Schaben (3 Familien mit ca. 10 einheimischen Arten)
8b. Ordnung: Mantódea, Fangschrecken (1 einheimische Art)
8c. Ordnung: Saltatória, Springschrecken (diverse Auffassungen: meist 7 Familien)
8d. Ordnung: Dermáptera, Ohrwürmer (4 Familien, 9 einheimische Arten)
9. Ordnung: Corrodéntia, Flechtlinge (13 Familien)
10. Ordnung: Mallóphaga, Läuslinge (6 Familien)
11. Ordnung: Anoplúra, Echte Läuse (ca. einheimische 25 Arten)
12. Ordnung: Thysanoptera, Fransenfliegen, Blasenfüße (4 Familien)
13. Ordnung: Rhynchóta, Schnabelkerfe Unterordnung: Heteroptera, Wanzen
(Heute eigene Ordnung mit ca. 900 einheimischen Arten) Unterordnung: Homoptera, Gleichflügler
(Heute eigene Ordnung, darunter Zikaden, Pflanzenläuse ...)
14. Ordnung: Coleoptera, Käfer
(größte Insektenordung weltweit,
Mitteleuropa: Heute
über 120 Familien, ca. 8500 Arten)
15. Ordnung: Hymenoptera, Hautflügler
(Europa: Zahlreiche Familien mit
über 11000 Arten; Beisp.: Bienen und Wespen)
16. Ordnung: Mecóptera, Schnabelfliegen
(Mitteleuropa: 2 Familien mit 6 Arten, darunter die Skorpionsfliegen)
17. Ordnung: Diptera, Zweiflügler
(Mitteleuropa: zahlreiche Familien mit
über 9000 Arten;
Beisp.: Fliegen, Schnaken und Stechmücken)
18. Ordnung: Siphonaptera, Flöhe (weltweit
über 1600 Arten, davon knapp 80 in Deutschland)
19. Ordnung: Neuróptera, Netzflügler (8 Familien; Beisp.: Florfliege,
Goldauge)
20. Ordnung: Trichóptera, Köcherfliegen (ca. 20
Familien)
21. Ordnung: Lepidoptera, Schmetterlinge
(zweitgrößte Insektenordung weltweit, Deutschland: ca. 3700 Arten)